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„ ...warum fließen bei erwachsenen und starken Männern die Tränen wie bei kleinen Kindern, wenn sie Jeschua den Messias in ihre Herzen schließen“                      

Interview mit Leonid Spreyregin

Leiter der messianischen Gemeinde „Beit Maim Haim“ (Haus des lebendigen Wassers), Kent WA (USA)


Leonid, du bist in einer jüdischen Familie in Weißrussland geboren. Erzähl doch mal bitte über dich als Jude und was es für dich bedeutet.

Ja, ich wurde in der Stadt Minsk im Jahr 1958 geboren. Meine beiden Eltern sind Juden. Ich habe auch einen Zwillingsbruder, der 6 Minuten jünger ist als ich. Es gab noch eine ältere Schwester, die leider schon verstorben ist. Mit meiner jüdischen Herkunft wurde ich nur konfrontiert, wenn ich die Nationalität in meinen Papieren sah oder jemand meinen Nachnamen laut aussprach. In unserem Haus gab es keinerlei jüdische Symbolik. Von den jüdischen Festen kannte ich nur Passah, und zwar nur, weil meine Eltern es schafften, jedes Jahr zu Passah zwei Packungen Mazzen illegal zu kaufen, aus denen meine Mutter dann jüdische Gerichte zubereitete: Tejglach, Knejdlach und Ähnliches. Den Sinn und Zweck dieses Festes verstand ich absolut nicht, und gar nicht erst den der anderen Feste. Wir wuchsen in einer guten jüdisch-sowjetischen Familie auf, wo die Eltern uns liebten und uns eine gute Bildung gegeben haben. Wir waren nie in schlechter Gesellschaft und hatten nie etwas mit ungezogenen Gleichaltrigen zu tun. So lebte ich 31 Jahre lang in Minsk. Nach meinem Schulabschluss habe ich einen Fachhochschulabschluss an der Weißrussischen Technischen Hochschule an der Fakultät für Physikalische Energie im Jahr 1980 erlangt…







Die Ausgabe Nr.2(43) 2017 ist schon da!