„Ich bin heute stärker gesegnet als je zuvor...“

                                              Interview mit Rabbiner Harold Vallins


Schalom! Erzählen Sie bitte uns bitte über sich selbst


 Schalom! Ich bin Rabbiner Harold Vallins, ich bin 1941 im Vereinigten Königreich, in Großbritannien, im Hause einer Orthodoxen jüdischen Familie geboren worden. Mein Bruder heißt Michael; er ist fast ein Jahr jünger als ich. Den größten Teil meiner Kindheit lebten wir in Walworth außerhalb Londons. Meine Mutter lehrte mich in meiner Kindheit ständig, Jesus zu hassen. Sie sagte, Jesus sei ein Ungeheuer, der die Juden während des Holocausts tötete und im Laufe der Geschichte der Juden immer ein Feind gewesen sei. Und so wuchs ich mit einer angeborener Abneigung zu Jesus auf. Dies hat sich bis 1983 nicht geändert. 1961 habe ich eine Ausbildung in London an der Universität von Leo Beck  angefangen, um ein Reformierter Rabbiner zu werden. Das Studium dauerte dann acht Jahre, 1970 wurde ich ordiniert.

In den nächsten elf Jahren diente ich in Gemeinden  in ganz England, aber die letzten sieben Jahren diente ich in einer Gemeinde im östlichen Stadtteil Londons.  1981 ging ich dann als Rabbiner nach Australien und diente in zwei Gemeinden in Melboune bis 1998. Im Jahr 1998, traf ich meinen Retter und Messias Jesus Christus. Infolge dessen verlor ich meinen Job als  Rabbiner einer Gemeinde. Was aber noch trauriger war, ich verlor auch meine Frau: sie verließ mich. Ich verlor alle meine Freunde, und nicht einer meiner jüdischen Freunde hat sich seitdem jemals mit mir in Verbindung gesetzt oder ist mit mir in Kontakt geblieben. Keiner meiner Kollegen, mit denen ich damals während der Zeit des Studiums zum Rabbiner zusammen gewohnt habe, hat sich jemals bei mir gemeldet. Keiner von ihnen hat sich mit mir  seitdem in Verbindung gesetzt oder hat mich kontaktiert. Es ist eine sehr einsame und schmerzhafte Zeit gewesen, besonders weil ich auch meine Frau und Kinder verloren habe… . Seit ich gläubig geworden bin habe ich gelernt, dass man nicht zu Jesus kommt, ohne einen Preis dafür zahlen zu müssen oder an diesem Preis beteiligt zu sein.

 Ich bin heute stärker gesegnet als je zuvor, Jesus hat meine Verluste durch den Überfluss an Segen, den Er mit gegeben hat, wettgemacht. Der Segen besteht darin, dass ich neue Freunde gefunden habe und dass ich ein Teil der Messianischen Bewegung, mit dem Namen  „Jubelt Jeschua“, in Australien geworden bin. Ich pflege auch die Partnerschaft mit dem Missionsdienst „Chosen People Ministries“ . Mein Leben hat wirklich eine Wende bekommen. Ich wurde von meiner Mutter geboren, ich bin, seit ich Jesus kenne, wiedergeboren. Nach meiner Rückkehr als Gläubiger nach Israel; war für mich meine Taufe im Jordan als an Jesus glaubender Rabbiner der Höhepunkt meiner Zeit in Israel. Als ein Rabbiner in Israel wiedergeboren zu werden, war ein großes Vorrecht und ein starker emotionaler Moment für mich.


Wie geschah es, dass  Sie anfinden über den Messias und über Jeschua nach zu denken? Wie fanden Sie Ihn?


1983 traf ich einen Missionar aus der Christus Kirche in Melbourne. Zwischen uns entstand eine Freundschaft. An Gerald Rose, so lautet sein Name, war etwas anders. Er versuchte nicht, mich zu überzeugen, ein Gläubiger zu werden. Er hat nicht versucht, mich zu Jesu zu bringen. Da ich immer mehr Zeit mit ihm, seiner Frau und seiner Familie verbrachte, begann ich, mich selbst zu fragen: Wie kann ein Mann wie Gerald an Jesus glauben, an Jesus, der mich zum Hass gebracht hat?

Und je mehr ich bemerkte, wie Gerald sein Leben lebte, desto mehr musste ich meine eigenen Vorstellungen über Jesus in Frage stellen. Sobald ich damit begonnen habe, meine Vorstellungen über Jesus in Frage zu stellen, fing ich damit an,  Jesus auf Basis von Geralds Glaubenserlebnissen zu sehen… Nach dreizehn Jahren der Freundschaft habe ich begriffen , dass Jesus der Messias ist, den ich mein ganzes Leben gemieden hatte. Jetzt aber konnte ich diesen Messias akzeptieren und annehmen.


Und wie nahmen Sie ihn an?


 Das ist zufällig in Washington D.C. passiert. Ich nahm dort an dem Nationalen Gebet-Frühstück teil. In einem kleinen Gebetskreis, ging eine Frau hinauf und betete über mir,. Sie bat Jesus, dass Er den Vorhang der Blindheit von meinen Augen entfernt und meine Augen öffnet. Das hat stark widersprechende Gefühlen in mir hervorgerufen. Ich spürte Wut, es hat Weh getan, es schmerzte und dazu kamen noch Aufregung, Wissensbegierde, Verwirrung und Konfusion. Die ganze Nacht rollte ich mich in meinem Bett hin und her, drehte und wälzte mich. Ich schloss meine Augen im Gebet und als ich meine Augen öffnete, sah ich Jesus. Ich fühlte die über- fließende Liebe, die Wärme, die gerade unerklärlich meinen ganzen Körper füllten. Und unter dem Eindruck dieses Moments konnte ich Jesus hören, wie er mich gerufen hat. Er sagte: „Harold, ich will, dass du mit mir kommst.“ Und ich sagte: „Jesus, ich will, dass Du mein Messias wirst, ich will, dass Du mein Erlöser wirst.“ Den Rest der Nacht habe ich geweint.

Am nächsten Morgen traf ich meine Freunde, und erzählte ihnen nicht, was in der Nacht geschehen war, da ich emotional zu sehr aufgewühlt war. Aber am Ende der Woche, am Ende des National Prayer Breakfast wurde ich innerlich so sehr bewegt, dass ich zu den 4.000 dort gesammelten Menschen sprach. Ich erzählte ihnen, dass ich ein Rabbiner war, der zum Glauben an Jesus gefunden hat… Ich bekannte meine Sünden vor den Versammelten  und sagte auch ihnen, dass ich ein Jünger Jesu bin. So ist es geschehen.


Vielen Dank!



 




                           



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